Pssst – Auerhühner brauchen Ruhe!

Auerhühner haben enorm hohe Ansprüche. Sie brauchen Wald als Schutz, aber gleichzeitig Platz zum Fliegen. Waldränder, Lichtungen und Moorflächen sind ideal. Doch die Menschen rücken ihnen auf die Pelle. Besonders dramatisch ist es, wenn sie im Winter gestört werden und hastig wegfliegen müssen. Dieser Stress kann sie so viel Energie kosten, dass sie sterben.

Viele Menschen suchen in der Natur einen Ausgleich zum Alltag. Wenn sie dann noch ein Reh oder Eichhörnchen entdecken, ist der Ausflug erst recht gelungen. Seltener denken wir aber darüber nach, wie viele Tiere wohl von unserem Besuch gestört werden, während wir mit den Schneeschuhen durch den Pulverschnee stapfen oder auf dem Bike durch den Wald sausen.

Bitte nicht stören!

Das Auerhuhn ist ein Tier, das sehr empfindlich auf Störungen ist. Doch es kann nicht einfach ein «Zutritt verboten»-Schild an die Schlafzimmertür hängen – wir müssen begreifen, dass der Wald nicht nur den Menschen gehört, und mehr Schutzzonen einrichten, aus denen wir uns raushalten.

Wo sind Auerhühner noch zu finden?

In der Schweiz leben Auerhühner im Westen des Kantons Waadt, im Berner Oberland, im Kanton Schwyz, und in der Südostschweiz (St.Gallen, Appenzell Inner- und Ausserrhoden sowie Bündnerland). Nur, wenn wir die Auerhühner konsequent in Ruhe zu lassen, können sie sich im Frühling mit voller Leidenschaft der Balz widmen.

I like to move it, move it

Während der Balzzeit gibt es für den Auerhahn nichts als tanzen, tanzen, tanzen. Der grösste Waldvogel stellt seine Schwanzfedern zu einem Fächer auf, streckt den Schnabel zum Himmel und macht fantastische Glucks- und Klappergeräusche. Das spektakuläre Schauspiel kommt bei den Auerhühnern extrem gut an.

Wer ganz genau Bescheid wissen will, findet hier Fachinformationen.

Auerhuhn: Waldbewohner mit hohen Ansprüchen


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